Warum nicht mal ohne Müll einkaufen?

Oktober 3, 2021 0 Von Henry Heilbut

Für viele ist das Einkaufen, bei Discountern normal geworden, es geht schnell, ist unkompliziert und günstig. An Verpackung wird bei solchen Läden aber nicht gespart. Fast jedes Produkt ist mit einer Plastikverpackung oder Folie verschlossen. Es wird viel Müll produziert und nicht verkaufte, abgelaufene oder beschädigte Produkte werden weggeworfen.

Geht Einkaufen auch ohne viel Müll und Verschwendung?

Diese Frage, haben wir uns am Dienstag den 28.09.2021 in unser Projektwoche gestellt. Die Frage kann man mit einem klaren „Ja“ beantworten. Am Dienstag waren wir mit unserer Klasse bei einem der 438 Unverpacktläden in Deutschland, der „Waagschale“ in Norderstedt, an der Ulzburger Str. 605. Nadia, eine der Waagschaleninhaberinnen, begrüßte uns am Dienstagmorgen und erklärte uns ihre Grundidee und was sie mit dem Geschäft bezwecken möchte. Ihre Idee ist es, so viele Menschen wie möglich zu erreichen und vom Einkaufen ohne Verpackung zu überzeugen. Ihren Kindern und den weiteren Generationen soll immer noch eine gute Welt zum Leben geboten sein. Sie kann somit sagen, dass sie ihren persönlichen Beitrag gegen den Klimawandel geleistet hat. Nadia meint, es müssen viele Personen etwas gegen den Plastikverbrauch tun, den allein kann man dieses Problem nicht lösen. In ihrem Laden, werden überwiegend regionale und nach Möglichkeit fair gehandelte Produkte in Bioqualität ohne unnötige Einwegverpackung verkauft. Nadia hat damals ihren Job durch Corona verloren und hat diesen Sommer, die Waagschale ins Leben gerufen. In der Waagschale gibt es ein großes Sortiment an Gewürzen und Nüssen, das ganze Sortiment finden sie hier:Sortimentsliste_Homepage_Juni21.xlsx (die-waagschale.de)

Das Prinzip der Waagschale, beruht auf Müllvermeidung. Es kommt maximal ein Container(1000 L.) Müll in 6 Wochen zusammen. Der Kunde kommt in den Laden und wiegt zuerst seine mitgebrachten Gefäße ab. Dieser Vorgang beruht auf viel Vertrauen dem Kunden gegenüber, denn er notiert sich das Gewicht und füllt sich die Produckte/Lebensmittel ab bzw. bekommt sie abgefüllt. (Haushaltsreiniger werden abgefüllt) An der Kasse wird wieder gewogen, die Differenzen wird berechnet und bezahlt. Auf diese Art und Weise hat man ganz ohne Verpackungsmüll einkauft. Das ist nicht nur gut fürs Gewissen sondern auch gut für die Umwelt.

Quellen:Unverpackt-Laden „Ois-Ohne“ in Bad Tölz – nachhaltig und regional | DasGelbeBlatt (merkur.de)