Utopie – Schule als Verein

Utopie – Schule als Verein

Im Folgenden liegt ein gewöhnlicher Tag aus dem zehnten Jahrgang aus unserer Utopie „Schule als Verein“ in Form eines Tagebucheintrages vor.

Schule als Verein
Es ist 08:30 Uhr und mein Wecker klingelt, denn ich muss um 09:00 Uhr in der Schule anwesend sein. Zähne putzen, duschen, anziehen, frühstücken und dann zur Schule. So beginnt mein Start in den Tag. Heute ist Mittwoch und das bedeutet Präsenzunterricht. Dienstags und Donnerstags haben wir feste Tage, an denen wir zuhause online in Gruppen nochmal das praktizieren, was wir im Unterricht behandelt haben, sodass das Wissen, welches uns zur Verfügung gestellt wurde, im Gehirn fest verankert ist. Nun aber muss ich zum Schulbus, da dieser in wenigen Minuten an der Haltestelle bei uns im Ort sein sollte. Die Fahrt mit dem Schulbus ist für Schüler*innen kostenfrei. In der Schule angekommen beginnt auch direkt der Unterricht. Jede Klasse des Vereins besteht aus maximal zehn Schüler*innen. Wir beginnen am Mittwoch mit der gewöhnlichen Routine. Zuallererst gibt es individuelle Gespräche zwischen Schüler*innen und Lehrer*innen. In diesen Gesprächen bespricht man die Bearbeitung der erhaltenen Arbeitsaufträge aus den Gruppenphasen zuhause und weitere aufgekommene Fragen. Dadurch wird jeder der zehn Schüler*innen individuell gefördert und so entsteht eine engere Beziehung zwischen Lehrer*innen und Schüler*innen. Nach den Gesprächen ist es 10:00 Uhr. Nun beginnt die richtige Arbeitsphase, da bekanntlich von 10:00 Uhr – 12:00 Uhr die Produktivität am effizientesten ist und unsere Unterrichtszeit ebenfalls daran ausgerichtet ist. Es gibt zwei Kernfächer, Deutsch und Englisch, und weitere Wahlfächer. Es wird empfohlen aus jeder Fachkompetenz, Naturwissenschaften, Gesellschaft, Allgemeine Bildung, Sprache und Kunst und Kultur, jeweils ein Fach zu wählen. In der Arbeitsphase wird jede/r Schüler*in, durch die eigenen jeweiligen Wahlfächer, auf die individuelle zukünftige berufliche Laufbahn vorbereitet. Um 11:00 Uhr beginnt dann unsere Pause. Meistens gehe ich dort in die Cafeteria und esse mit meinen Freunden. Um 11:15 Uhr endet dann wieder die Pause. Nach der Pause geht es weiter mit dem Unterricht bis um 13:00 Uhr. In den Lernphasen im Unterricht sind wir Schüler*innen besonders aktiv, da diese Unterrichtszeit unsere Gelegenheit ist, etwas Neues zu lernen und uns selbst weiterzubilden. Es ist 13:00 Uhr und somit das Ende vom Präsenzunterricht. Mein Schulbus wartet an der Haltestelle und somit endet der Schultag. Den restlichen Tag können wir freigestalten und nutzen, wie wir wollen. Uns wird besonders vermittelt, dass wir dazu in der Lage sind, uns eigenständig zu organisieren und Spaß daran zu haben, was wir im Leben machen. Dadurch, dass uns so viele Freiheiten gestellt sind, entscheidet jeder für sich selbst, wie man seine Prioritäten setzt und sich nach dieser Form auslebt. Dadurch, dass wir ein natürliches Interesse haben uns weiterzubilden und uns dafür entschieden haben uns weiterzubilden, sind wir ebenfalls bereit, mehr dafür zu tun und somit intensiver zu lernen.