Sind Verbote eine sinnvolle Möglichkeit, den Klimawandel zu bekämpfen?

November 13, 2020 0 Von Jason Roedel

In dem Artikel „Was heißt das eigentlich noch, „liberal”?”, geschrieben von Christian Stöcker, veröffentlicht auf „Spiegel.de”, am 04.08.2019, geht es darum, dass sich aufgrund Verbote, Probleme lösen hätten. Außerdem erwähnt der Autor, dass uns die Folgen von unseren Taten erst im Nachhinein bewusst werden. Der Autor ist der Meinung, dass wenn wir nichts gegen den Klimawandel tun werden, wird unser Selbstschutz gefährdet, und diese Probleme sind mit dem rationalen Denken nicht aus der Welt geschaffen.

Nun stellt sich die Frage, „Ist es sinnvoll anhand von Verboten den Klimawandel zu bekämpfen?”

Es müssen drastische Maßnahmen getroffen werden, um den Klimawandel und dessen Folgen zu verlangsamen und das so schnell wie möglich. Es müssten Verbote eingeführt werden, die dem Haushalt einen maximalen CO2-Abgasvertrag zuordnet, indem genau geregelt ist wieviel CO2 der Haushalt im Jahr ausstoßen darf. Wer dies nicht einhält zahlt extra. Somit könnte man innerhalb von einem Jahr den CO2 Ausstoß auf der gesamten Welt minimieren. Eine Verzögerung der Kehrtwende um das Jahr 2025 würde bedeuten, dass im Jahr 2100 die Durchschnittstemperatur um mehr als 3°C zugenommen hat. Dies würde bedeuten, dass auf der Erde kein Leben mehr möglich ist.

Ein weiter Punkt der für Verbote sprechen würde, wäre, dass jeder der dem Verbot nicht nachkommt Strafe zahlen muss. Somit würden viele Menschen lieber mit dem Fahrrad kurze Distanzen zurücklegen anstatt mehr Geld zu bezahlen, und sich dem Risiko der Strafe auszusetzen.

Verbote dienen außerdem um uns zu schützen und nicht um uns das Leben zu erschweren. Mit einem Verbot, mit welchem wir uns nicht zufrieden geben, ist trotzdem gut, da es das Ziel hat die gesamte Menschheit vor den Folgen des Klimawandels zu bewahren. Da verzichtet man lieber auf das ein oder andere Steak als dass uns Hitzewellen vor allem älteren Menschen, Tieren und Pflanzen zum Problem werden. Weitere Folgen sind auch, dass die Straßen überschwemmen aufgrund von der Polkappenschmelze und viele Städte auf der Welt aufgrund der oben genannten Hitzewellen austrocknen.

Es gibt jedoch auch Argumente gegen Verbote als Maßnahmen gegen Klimawandel.

Es wird sehr viel Geld kosten, diese Verbote überhaupt einzureichen und sie in die Tat umzusetzen. Das einführen eines Gesetztes kostete alleine in einem Bundesland 367 Millionen Euro. Außerdem begleitet von 200 Millionen Euro jährlichen Folgekosten. Jetzt müsste man sich mal ausmalen wieviel dies weltweit kosten würde.

Ein weitere Argument dagegen ist, dass weltweit nicht genügend Kapazitäten zur Verfügung stehen um überhaupt zu überprüfen, ob die Verbote auch eingehalten werden. Außerdem stellt sich die Frage wie sie es überhaupt überprüfen können.

Meiner Meinung nach halte ich Verbote als eine sinnvolle Möglichkeit um den Klimawandel zu bekämpfen, da wir nurnoch sehr wenig Zeit haben um etwas zu unternehmen. Es müssen drastische Maßnahmen eingeführt werden und da helfen in meinen Augen Verbote. Ich würde beispielsweise ein CO2-Vereinbarung mit jedem Haushalt gut heißen, indem drin steht wieviel CO2 man im Monat ausstoßen darf und sich darauf fokussiert diesen Wert nicht zu überschreiten. Somit könnten Änderungen in vielen kleinen Bereiche im Leben großes bewirken.

Ich bin auch der Meinung, dass diese Verbote uns nicht bestrafen sondern eher dazu dienen, dass wir geschützt werden.

Außerdem würde mich alleine die Folgen des nichteinhaltens davon absschrecken, gegen die Verbote zu verstoßen. Natürlich gibt es immernoch Leute die sich daran nicht halten werden, jedoch wird deutlich weniger CO2 ausgestoßen und die Erde könnte sich besser erholen.